mdr wollte BI-Vachdorf und BI-Bündnis einladen
Der mdr hatte die BI zu „Fakt ist!" am 7. April 26 eingeladen
ein Format, das Windkraft und den Widerstand der Bürgerinitiativen aus der
Region beleuchten sollte. Die BI hat geantwortet. Hier ist die Position der BI
Vachdorf und des BI-Bündnisses, bevor sie ohne Kontext eingeordnet wird.
Warum wir als BI Vachdorf und Bündnis die Interviewanfrage ablehnen
Wir kennen das Muster: Ein Beitrag über unsere Anliegen, dann die „Einordnung"
durch eine Expertin wie Prof. Kemfert – ohne Rücksprache mit den Betroffenen,
ohne Kontext, ohne Gleichgewicht. Genau das geschah bereits im mdr Thüringen
Journal in dem Beitrag „Initiativen kämpfen gegen Windräder".
Der Eindruck drängt sich auf: Der Zuschauer soll nicht umfassend informiert,
sondern von der Notwendigkeit dieses Vorhabens überzeugt werden.
Das ist keine Berichterstattung – das ist Überzeugungsarbeit.
Aus diesem Grund lehnen wir derzeit eine Teilnahme am Interview ab. Unsere
Anliegen sind zu aktuell und zu ernst, um in falschem Kontext einseitig dargestellt
zu werden.
Was die Menschen in Vachdorf sagen
Die Fakten sprechen für sich: 63 % der Bevölkerung in Vachdorf lehnen den
weiteren Ausbau der Windkraft in unserer Umgebung ab. Auch in den betroffenen Nachbargemeinden wächst der Widerstand.
Wir bringen uns ehrenamtlich ein – mit Studien, Petitionen, Anfragen an Behörden
und Amtsträger. Trotz eindeutiger Mehrheit, trotz jahrelangen Engagements
werden unsere Argumente weggeschwiegen und verharmlost.
Was auf dem Spiel steht
Wir und alle Steuerpflichtigen zahlen für:
- Umweltzerstörung durch eine Technologie, die Natur und Landschaft auf Jahrzehnte gefährdet
- Gesundheitsbelastung durch rhythmischen Infraschall
- Eklatante Wertminderung unseres Eigentums
- Zerstörung des sozialen Zusammenhalts in unserem strukturschwachen ländlichen Raum
Während Investoren und wenige Flächenbesitzer profitieren, trägt die Gemein-
schaft die Kosten. Verpächter werden durch überzogene, subventionsfinanzierte
Renditeversprechen korrumpiert – Nachbarn, Familien und Freunde werden
steuerfinanziert gegeneinander ausgespielt.
Die Bedingungen für eine Zusammenarbeit
Wir verschließen uns einer sachlichen Auseinandersetzung nicht. Unsere Bereit-
schaft zur Zusammenarbeit bleibt bestehen – unter folgenden Voraussetzungen:
- Der mdr prüft unsere Argumente nach den neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnissen - Der mdr setzt sich gewissenhaft mit unseren bereitgestellten Recherchen
auseinander - Die Moderation ist sachlich, gleichberechtigt und ideologisch neutral
Mit großem Interesse werden wir zukünftige Sendungen verfolgen und unsere
Ansichten einbringen, wenn diese Kritikpunkte Beachtung finden.
Das vollständige Schreiben
Unser offizielles Antwortschreiben an den MDR vom 5. April 2026 steht als PDF
zum Download bereit.
📄 Antwortschreiben BI Vachdorf an MDR „Fakt ist!" (PDF)
– Unterzeichnet von den Mitgliedern des Bündnisses der Bürgerinitiativen
Schmalkalden-Meiningen/Hildburghausen
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=zs5S6qLEY84
Es ist gekommen - wie von der BI und dem Bündnis befürchtet hat:
"Fakt ist! Aus Erfurt: Windwut auf dem Land – Wenn Protest ins
Leere läuft" lautet der Titel der Sendung.
Siehe selbst:. https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MC81NTg4MTUtNTM1MDIz
Fakt ist: "Energiewende und Windkraft erhitzen die Gemüter" und
"Wir reden schon 10 Jahre darüber, aber die Diskussion ebbt nicht ab."
"Windwut auf dem Land - wenn Protest ins Leere läuft" und "dass sich
Protest nicht auszahlt", sagt schon Herr Sänger in der Anmoderation.
https://www.mdr.de/fakt-ist/redaktionen/erfurt/fakt-ist-wind-wut-auf-dem-land-100.html
Weshalb Protest ins Leere läuft erklären dann Julia Zilles, Sozialwissen-
schaftlerin der Universität Göttingen und Anika Klafki, Rechtwissenschaf-
tlerin der UNI Jena. Michael Brodführer, CDU-Landrat im Wartburgkreis
und Präsident der Regionalen Planungsgemeinschaft Südwest-Thüringen
spricht zum amtlichen und persönlichen Interessenkonflikt in der Sache.
Wolfgang Kleindienst, UBV-Kreistagsabgeordneter im SOK berichtet,
dass Bürger die Planung und den Bau von WEA nicht nachvollziehen können,
dass der Regionalplan im Kreistag weder vorgestellt, noch im Fachausschuss
diskutiert worden sind und ein bundesgesetzliches Flächenziel können nur
durch Ideologen festgelegt werden. Enrico Schärf, vom Verein BÜRGER
INFORMATION TRANSPARENZ (BIT) bestätigt fehlende Transparenz und
die "Kommunen und Bürger werden nicht mehr gehört".
https://www.facebook.com/bitbuergerinitiative2021/?locale=de_DE
Am Ende mutiert die Sendung zur Werbeveranstaltung für Windenergie,
indem Ramona Rothe von der ThEGA, Servicestelle Windenergie, den
Gemeinden rät über Bürgerenergie, über Pachten und 30 Tsd. Euro pro
Anlage über das ThürWindBeteilG die Pflichtaufgaben zu finanzieren.
Die wahre Ursache ist - de Energiewende wird physikalisch scheitern!
Der politische Lernprozess dauert 15 Jahre, bis verstanden wird "Erneuerbare
Energien" sind wetterabhängig. 10 Jahre, Zufallsstrom erfordert gigantische
Stromspeicher, aufwendigen Stromnetzausbau und Backup-Kraftwerke.
Außerdem werden Schäden in der Natur, Betroffenheit und Frust bei den
Menschen, Störung des sozialen Friedens (zw. Stadt und Land) verursacht.
5 Jahre bis man merkt, das alles wird unsagbar teuer, ist unübersichtlich
und kaum noch beherrschbar, bzw. nicht mehr vermittelbar. Dazu kommen
Wissenslücken (zu Physik, Technik, Natur- und Umweltwirkungen, wirtschaft-
lichen und sozialen Folgen) der sogenannten "Transformation", unwirksame
Konzepte und große Ratlosigkeit zu dringend notwendige Kurskorrekturen.
Die Risiken für die Energiewende und damit für unseren Wohlstand sind groß.
Da reicht auch kein Kanzlerkommentar wie: „Diese Energiewende, wenn wir
sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um!“.
Was mit „korrigieren“ gemeint ist, sagt der Kanzler Friedrich Merz auch nicht.
https://www.instagram.com/reel/DU8R-AxAK7G/
